Abschmieren der WW2 Fahrzeuge

Immer wieder taucht die Frage auf, wie oft soll man eine Fahrzeug abschmieren und welche Schmierstellen besitzt das Fahrzeug. Für alle Fahrzeugtypen gibt es Schmierpläne, die vor allem helfen keine Schmierstelle zu vergessen. In vielen Fahrzeugen ist die Lubrication Order mitgeführt, ansonsten ist sie sehr dekorativ an der Wand der Garage.

Voraussetzung für ein zufriedenes Ergebnis ist eine gut funktionierende Fettpresse - hier ist ein Markenprodukt moderner Fertigung empfehlenswert.
Modelle mit Handhebel Betätigung, Hochdruckschlauch und aufsteckbarem Mundstück sind besser geeignet als Stoß-Fettpressen mit starrem Rohr und einem einfachen "V" Endstück

  • Füllen sie die Fettpresse mit Qualität Schmierfett nach Anleitung und entlüften Sie das Gerät (moderne Kartuschen Modelle vermeiden weitgehend eine Kleckerei)
  • Legen Sie einen gut saugfähigen Karton auf den Boden unter die Schmierstellen und halten Sie genügend Putzlappen oder Putzpapier bereit, Einweghandschuhe sind ebenfalls hilfreich
  • Wichtig ist das systematische Vorgehen nach Schmierplan
  • Sichern Sie das Fahrzeug vor Inbetriebnahme und wegrollen, Schmierarbeiten bei laufendem Motor dürfen nicht vorgenommen werden

Die Vorgehensweise

  • Schmiernippel von Verschmutzungen säubern, Mundstück der Fettpresse aufsetzen und mit kontinuierlicher Bewegung des Pumpenarmes abschmieren
  • Der Kraftaufwand hält sich zumeist im mittleren Bereich und alsbald quillt altes Schmierfett aus den Gelenken
  •  Führen Sie den Vorgang so lange fort bis ausschließlich neues Schmierfett herausquillt
  • Säubern Sie die verschmutzten Stellen mit Putzlappen
  • Entfernen sie mit einem flachen Holzstäben größere Mengen, das spart Putzlappen
  • Bei den Kreuzgelenken der Kardanwellen empfiehlt sich ein kurzes Stück zu fahren und danach ein zweites Mal abzuschmieren
  • Eine mehrfache Reinigung der Umgebung dieser Teile lässt sich nicht verhindern
  • Bei den Federbolzen verbessert ein Anheben des Rahmens das Ergebnis, ebenso gilt dies für die Feder Gehänge, da die Lagerstellen während des Schmiervorganges entlastet werden.

Typische Fehler und deren Ursachen

Schmiernippel besitzen am Ende eine kleine Kugel, die durch eine Feder belastet, die Schmierbohrung verschließt. Ist die Kugel nicht an der Mündung der Bohrung zu erkennen, muss das Schmiernippel getauscht werden.

Wenn sich mit hohem Kraftaufwand wenig oder kein Fett in die Schmierstelle befördern lässt ist dies ein Zeichen von Verschleiß oder jahrelanger nicht durchgeführter Wartung. Zerlegen und Reinigen der Bauteile ist unumgänglich um die Ursache zu erkennen. Im günstigsten Fall ist das alte Fett verhärtet und ein Säubern der Teile genügt.
Bei bereits vorherrschendem starkem Verschleiß bewirkt ein metallisches Verreiben der Teile, dass kein Schmierfett eingebracht werden kann.
In diesem Fall steht eine Reparatur ins Haus.
Typische Stellen hierfür sind Schubstücke von Kardanwellen und Federbolzen sowie Feder Gehänge.

Wer sein Fahrzeug mit dem Hochdruckreiniger wäscht sollte jedenfalls danach immer abschmieren. Gleiches gilt nach Fahrten im Wasser und Sand.
Wenig in Betrieb befindliche Lieblingsstücke sollten zumindest einmal jährlich geschmiert werden

Beim Erkennen von Schmierstellen, die sich nicht mehr warten lassen treten mögliche Folgeschäden auf:

Kardanwellen Schubstück - enormer Verschleiß und Überbeanspruchung von Lagern bis zum Bruch von Bauteilen
Feder Gehänge - Bruch der Blattfeder oder des Fahrzeugrahmen

Ausgeschlagene Bauteile mit zu viel Lagerluft sollen ebenfalls erneuert werden - Abschmieren verbessert das Laufverhalten bei Lagerluft nur sehr kurzzeitig und ist daher keine Lösung.

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